Binding nach Susan Cleveland

Susan Cleveland ist vor allem durch ihre modernen Interpretationen des ‚Dresden Plate‘ bekannt. Und durch ihre ansteckende Fröhlichkeit.
Vor einiger Zeit habe ich einen Tipp von ihr gelesen, den ich bei meinem neuen Quilt jetzt ausprobiert habe:

-Üblicherweise schneiden wir nach dem Quilten ja die Ränder des Quilts sauber ab.

-Nun habe ich nicht abgeschnitten, sondern am Lineal entlang eine gerade Linie gezogen.

-An dieser Linie wird das Binding nun angelegt und genäht.

-Erst nachdem das Binding angenäht und geschlossen ist, wird begradigt, der Rand des Bindings dient dabei als Anhalt.

Diese Methode hat mich wirklich überzeugt und ich werde es künftig immer so machen!

  • Der Quilt zieht weniger nach links.
  • Man erfasst den Stoff des Randes komplett und dieser liegt flacher. Das Batting ist hier aus Bambus, bei einem voluminöserem Batting ist der Effekt sicher noch viel deutlicher.
  • Man durchschneidet die Quiltlinien erst, wenn das Binding angenäht ist und es trennen sich keine Stiche auf.
  • Der Rand ist sauber gefüllt mit den 3 Lagen des Quilts sowie den Nahtzugaben des Bindings.

Puzzle Quilt und andere Tessilationen

Mit Kari Schell haben wir im Mai präzise gezeichnete Grundformen als Applikationen geübt. Ich habe mich an Tessilationen, also Kachelungen versucht. Als Kachelungen werden Muster bezeichnet, die ohne Lücken ineinander passen. Ein klassisches Patchworkmotiv ist beispielsweise das Clamshell-Muster.

Bei diesem Muster denke ich immer ‚altmodisch‘, deshalb habe ich für diesen Entwurf kleine Blumenmuster aus der EQ8 Bibliothek ausgewählt.

Wenn man, wie ich, kein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat, ist das Zeichnen von Tessilationen nicht so leicht, obwohl das Prinzip eigentlich einfach ist. Was man an einer Seite wegnimmt, muss an der gegenüberliegenden wieder angefügt werden. Oder so.

Gut gefällt mir mein Puzzle Quilt. Der Vorteil bei Applikationen ist, dass wir nicht an ein Blockformat gebunden sind sondern frei spielen können.


Für die Landschaft habe ich ein eigenes Foto importiert und dann als Stoff hinzugefügt. In den Fabric Tools zeigt EQ8 immer die linke obere Ecke des Stoffes an, was bei großen Mustern oder Panels irritieren kann. In diesem Fall sah ich zunächst nur Hellblau – mittels FussyCutting werden die Stoffe dann passend hin und hergeschoben.