Pink overload

rosa, rosa, Lieblingsfarbe rosa!
Wir haben Gäste aus der Ukraine. In unser kleines Gästeappartement ist eine Mutti mit 13 jähriger Tochter eingezogen. Beide habe ich gleich in mein Herz geschlossen, die Verständigung klappt ganz gut auf englisch. Das junge Mädchen geht hier noch nicht zur Schule, hat aber durchgehend online Unterricht, so wie es zu Hause wegen Corona auch schon seit längerem so war. Alle Schulbücher hat sie digital auf ihrem kleinen Tablet. Viele Länder sind Deutschland mit der Digitalisierung in den Schulen wirklich weit voraus.

Die Lieblingsfarbe des Mädchens ist (natürlich) rosa, und ich nähe ihr als Willkommensgeschenk einen Kuschelquilt in Rosatönen.
Damit es ein Willkommens- und kein Abschiedsgeschenk wird, soll es zügig gehen – ein weiterer Grund, weshalb ich EQ8 so liebe. Ein einfaches Layout zur Übersicht kann in wenigen Minuten erstellt werden. Hier mein Entwurf mit einem Herzblock aus der Bibliothek und einem Layout durch die Symmetriefunktion. Die Breite der Zwischenstreifen und des Randes einfach mit Augenmaß. Der Block lässt sich mit PaperPiecing in einem Stück nähen, er hat die Größe von 7.75 inch. Warum so eine komische Größe? Ganz pragmatisch – so passt die Vorlage auf eine Seite meines Freezer Papers. Ich nähe mit der Methode ‚Paper Piecing ohne Reissen‘, also nicht nähen durch das Papier, sondern neben dem Papier. Eine sehr gute Anleitung dieser Methode findet Ihr hier.

Hearts for Nica – Entwurf in EQ8

Herzen für die Ukraine

Mir fehlen die Worte, um meine Gedanken und Gefühle angesichts des Krieges in der Ukraine angemessen auszudrücken.

Außer Geld zu spenden , schaue ich aufmerksam, welche realen Hilfsaktionen es in meinem Bundesland gibt und werde mich aktiv beteiligen, sobald es da Aktionen gibt.
Aktiv beteiligen können wir Quilter*Innen uns auch an der Aktion von Claudia Pfeil. Patchworkblöcke in der Größe 8,5×8,5“ nähen und an Claudia schicken!

Bei Kari Schell arbeiten wir ja noch an dem zweiten Teil der Februar-Challenge. Alle, die einen Block eingereicht haben, bekamen von ihr eine EQ8 Datei mit allen Blöcken.
Es ging jetzt darum, mit diesen Blöcken einen Quilt zu entwerfen. Eigentlich ja nicht überraschend, oder?
Für meinen Quilt habe ich mir vorgestellt, dass wir alle an einem Herz-Swap teilgenommen haben und bei mir nun viele dicke Briefe aus vielen Teilen der Welt eingetroffen sind. Bei einem Swap ist es ja Ehrensache, alle Blöcke im Quilt zu verarbeiten. Seit langem steht das Buch ‚Smashing Sets‘ von Margaret Miller in meinem Schrank und ich habe mich von den tollen Ideen inspirieren lassen.

Aus aktuellem Anlass ist der Hintergrund gelb/blau in den Landesfarben der Ukraine.

ein Quilt mit Herzen und den Landesfarben der Ukraine
Herzen für die Ukraine


Ein Herz zum Valentinstag

In der Master Class von Kari Schell gibt es jeden Monat eine Challenge. In diesem Monat ist sie 2-teilig. Aufgabe Nummero Eins war es, einen Herzblock zu entwerfen.
Die Datei mit dem Block sollten wir an Kari schicken, und demnächst erfahren wir dann, was Teil Zwei der Aufgabe ist.

Ich habe einen Block in der Paper Piecing Technik entworfen. Er hat viele Facetten, die in unterschiedlichen Winkeln über das Herz laufen. Ob man einen Edelstein so schleifen könnte?

das Bild eines Herzens
Julies Herz – ein Block in Paper Piecing Technik

Ich habe die Vorlagen für einen Block 9×9 inches in einer Datei zusammengefasst, ihr könnt ihn Euch hier herunterladen.
ich wünsche Euch einen romantischen Valentinstag!

Frage: Was kann mein Mann, was ich nicht kann….?

naja, außer dem offensichtlichen natürlich, wie Steuererklärungen, Auto reparieren, Nägel einschlagen, Spinnen fangen?*

Antwort: eine Zeichnung richtig skaliert ausdrucken!

Ich habe einen eigenen Drucker, durch den ich ohne Bedenken so Sachen wie Freezer Paper, Stoff, Applikationsvliese, Steam-a-Seam etc. jagen kann.
Gestern Abend hatte er leider die Zusammenarbeit mit mir zunächst eingestellt. (Hinweis an mich selbst: Tintenfüllstände nicht dauerhaft ignorieren.)
Jedenfalls, zum Ausdrucken einer Paper Piecing Vorlage nahm ich Zuflucht zum Drucker meines Mannes. Gut, dass ich nachgemessen habe: die Größe stimmte nicht! auf 9 inches verlor meine Zeichnung 3/18 inch. Das ganze hatte System, ein Test mit 6 inches ergab eine Differenz von 2/18 inch.
Mein lieber geduldiger Mann wurde in die Versuchsreihe mit einbezogen, von seinem PC aus waren die Drucke korrekt. Andere Programme, andere Zeichnungen ausprobiert, direkt gedruckt, als .pdf gedruckt, die Skalierung wieder und wieder kontrolliert…. immer das gleiche Ergebnis.
Als es auf Mitternacht zuging, haben wir die Versuche abgebrochen. Manches Problem löst sich ja auch über Nacht von selbst.
Heute, Sonntag Vormittag: die Versuchsreihe wieder aufgenommen, gedruckt, nachgemessen….im wesentlichen änderte sich nichts außer daß zwischendurch meine Zeichnungen nicht kleiner, sondern größer wurden. Argh!
Irgendwann fiel uns dann auf, dass mein Mann sehr viel mehr Optionen bei den Druckeinstellungen hat als ich. Wo sich bei mir nur ein schmales Fensterchen auftat, hatte er ein langes PullDown Menü voller Möglichkeiten.

Wer von Euch mehr computeraffin ist als ich, ahnt es sicher schon und ruft mir zu: Doro, guck‘ mal auf den Druckertreiber!
Ich kann mich nicht dran erinnern, diesen Drucker überhaupt eingerichtet zu haben. ‚Irgendwie‘ war der die ganze Zeit und von Anfang an da. Meinen eigenen Drucker habe ich kürzlich installiert, daran erinnere ich mich genau.
Ein neuer frischer Druckertreiber löste jedenfalls das Problem. Ganz verstanden hab‘ ich es zwar nicht, aber da steig ich jetzt nicht tiefer ein.

Draußen ist schönes Wetter – wir schnappen uns den Hund und gehen raus!

Fischteiche in der Lewitz

*in solchen Fällen pflege ich zu sagen „dafür kann ich sehr gut nähen“

Vögel – frei nach Jujol

Der spanische Architekt Josep Jujol war mir kein Begriff, obwohl er sehr schöne Bauwerke entworfen hat. Manches erinnert mich an Hundertwasser, mit etwas Zuckerguss. Allerdings habe ich in einem Buch mit freien Grafik-Vorlagen Umrisszeichnungen von 3 Vögeln entdeckt, die ich als Applikationen verwenden wollte.

Die Zeichnungen waren lediglich dünne Umrisszeichnungen. Das Nachzeichnen als Applikation war nicht schwierig, aber ich wollte ja keine dicken schwarzen Rabenkrähen auf meinem Quilt!
Meine Versuche, aus den dünnen Linien einen etwas breiteren Umriss zu gestalten, waren auch nicht so erfolgreich. Plump und merkwürdig sahen die aus. Zudem sollen meine Applikationen etwa die Größe 30×40 cm haben, das wäre schwierig geworden sie auszudrucken, auszuschneiden und aufzubügeln.

Also war das erstmal keine Option, aber der Hinterkopf arbeitete weiter an dem Problem, und fand dann auch die Lösung: der ‚Brushstroke‘ – also der Pinselstrich!
Sehr leicht und frei bin ich mit meinem ‚Pinsel‘ den Konturen der Vögel gefolgt, wobei jeder Vogel separat als Motiv gezeichnet wurde. Dadurch lassen sie sich auf der Quiltoberfläche beliebig anordnen und drehen.
Jetzt tanzen sie wie eine Kalligraphie über den Hintergrund.
Im vergangen Jahr hatte Claudia Pfeil eine klasse Mitnähaktion bei Facebook, ‚pfearless‘ haben wir ein buntes Top mit vielen Kreisen genäht. Das wird der Hintergrund für meine Vögel.

Quilt TOP nach Claudia Pfeil

ein Löwenkopf als Umriss

Der Löwe ist los!

zumindest auf einem Kissen. In Kari Schells Master Class vom Januar 2022 haben wir uns damit beschäftigt, ein vollwertiges Design innerhalb eines Blockes zu entwerfen. Die Zebras habt ihr ja schon gesehen. Diesen Löwen habe ich als Applikation von sehr reduzierten Formen entworfen. Im Zusammenspiel zwischen Hintergrund und den nicht zusammenhängenden Formen entsteht in unseren Augen dennoch klar der Kopf eines Löwen. Oder ist es das Zusammenspiel zwischen unseren Augen und unserem Gehirn?
Ich habe das Motiv zu einer Kissenplatte weiterverarbeitet. Die Applikation ist aufgebügelt und dann nach der Methode von McKenna Ryan aufgenäht.


und noch mehr Zebras!

dieselben Zebras von neulich habe ich hier als Applikationsblock gezeichnet. Krumpelige Umrisse zu zeichnen und dann -Knotenpunkt für Knotenpunkt- zurecht zu ziehen, ist geradezu meditativ.

Wenn ich aus diesen Entwürfen einen Quilt nähen wollen würde, würde ich von der easy-draw Version ausgehen. Dort sind die Ansatzpunkte ganz präzise, die schnappen aneinander ohne wenn und aber.
Beim Druck der Schablonen dann den Vorlagen Block zunächst einzeln groß ausdrucken, und dann Zebra für Zebra die einzelnen Schablonen auf Klebevlies übertragen oder direkt drucken. (es gibt Produkte, die können in den Drucker gelegt werden). Noch komfortabler geht es mit einem digitalen Schneid-Plotter, der die Formen direkt aus dem mit Klebevlies vorbereiteten Stoff ausschneiden kann.


Fettes oder langes Viertel?

eine häufige Größenbezeichnung in Patchworkanleitungen ist das ‚fat quarter‘. In den Patchworkgeschäften findet man oft so kleine Bündelchen mit zusammenpassenden ‚Fat Quartern‘, meist niedlich gebunden und neben der Kasse angeordnet.

Wahrscheinlich haben wir alle eine hübschen kleinen Stapel von FQs in unserem Stofflager!

Manchmal möchte man aber aus einem vorhandenen Stoff einen FatQuarter schneiden, beispielsweise für eine Stofftauschaktion im Onlineforum oder als Mitbringsel fürs nächste Nähtreffen bei der Freundin.

Zur Veranschaulichung habe ich in EQ8 eine kleine Übersicht erstellt:

ein Yard sind 36 Inch und entsprechen 91,44 Zentimetern. Wenn ich genau einen Meter Stoff habe, teile ich ihn getrost in Viertel, dann ist der Quarter halt 18-komma-irgendwas-inch. Allerdings habe ich fast nie ‚genau‘ einen Meter, oder ein Yard, dann messe ich 18“ über die Breite und teile das Stück in der Mitte.