Quilt Design Programme, diverse

EQ8 ist natürlich nicht das einzige Programm, um Quilts zu entwerfen. In diesem Beitrag möchte ich Euch auf einige weitere hinweisen, die auf dem Laptop oder PC laufen.
Da ich nicht alle davon gleich gut kenne, enthalte ich mich ausdrücklich jeder Bewertung. Dieser Beitrag stellt auch keine Werbung dar!

Neu auf dem Markt ist ‚Design N Quilt‚, bei dessen Produktion Alex Anderson beteiligt ist. Eine kostenlose Probeversion könnt ihr hier: Design N Quilt (quiltersselect.com) herunterladen. Wie die Vertriebswege in die EU sind oder sein werden, weiß ich nicht.

Der Quilt Assistant ist ein kostenloses Programm, dessen Stärken bei der Erstellung von FPP Vorlagen liegt.

Das Programm Quilt Pro 6 wird nicht mehr vertrieben. Es ist eine sehr umfangreiche Software, die der Hersteller dankenswerterweise jetzt kostenlos als Download zur Verfügung stellt. Es gibt allerdings keinen Support mehr, ihr müsst also selbst zurecht kommen.

Mehr über EQ8 erfahrt ihr auf der Seite von Electric Quilt. Da wir in der EU das Programm nicht per Download kaufen können, empfiehlt Electric Quilt ausdrücklich, das Programm dort zu kaufen, wo wir sind. Das empfehle ich auch ausdrücklich! Es ist in mehreren deutschen Online-Quiltshops erhältlich.

Kari Schell hat in einem Blogbeitrag ‚Design N Quilt‘ und ‚EQ8‘ ausführlicher verglichen. Hier lässt es sich nachlesen.

Einen ausführlichen Blogbeitrag, der auch Software als App etc. berücksichtigt, findet ihr auf der Seite von Silverbobbin: https://silverbobbin.com/best-quilt-design-software-free-and-paid/

liebe Grüße,
Doro




Happy Halloween!

Ich wünsche Euch einen schönen Tag bei dem herrlichen Herbstwetter! Begeht ihr den Reformationstag oder feiert ihr ausgelassen Halloween?
Kari Schell hat sich in ihrem aktuellen Blogpost eingehender mit Kürbissen beschäftigt, ein sehr lesenswerter Beitrag wie ich finde.
Wir als Schülerinnen der Masterclass hatten im Oktober die Aufgabe, einen Block mit einem Kürbis zu entwerfen. Das haben viele von uns auch getan und eine Auswahl der Blöcke und Quilts zeigt Kari ebenfalls auf ihrem Blog.
Hier zeige ich Euch meinen, als Applikation erstellt unter hauptsächlicher Verwendung des ‚Pinselstrichs‘ (Brushstroke).

Ich stelle Euch hier die Schablonen (gespiegelt zum schnellen Applizieren mit Klebevlies) für den Kürbis zur Verfügung. In dieser Größe passt er schön auf einen Quiltständer der Größe 12′ x12′.

liebe Grüße, Doro

Farbfaul

farbfaul? schwarz/weiß, monochrom, pastell, abgedunkelt, fantasielos, immer die gleichen (dunkelblauen, schwarzen, grauen…) Klamotten? Ja, da fällt einem doch einiges dazu ein.

Was ich damit meine, auf EQ8 bezogen natürlich, ich gebe mir mit den Farben bzw. der Stoffauswahl bei meinen Entwürfen nur selten Mühe. Nur dann, wenn es nötig ist. Um Euch etwas zu zeigen z.B. oder bevor ich teure Stoffe zerschneide.
Für eine schnelle Illustration nur für mich selber greife ich meist auf die Farbpalette zurück oder nehme die Stoffe, die sich vorinstalliert bei jedem neuen Projekt im Sketchbook finden.
Ich zeig‘ Euch mal ein Beispiel:

‚embracing horses‘ Entwurf Doro Ilgner, Panel: Laurel Burch

dies‘ ist der Entwurf für einen Quilt mit dem Panel ‚embracing horses‘ von Laurel Burch. Wer EQ8 hat, kann erkennen, dass das Foto des Panels sorgsam zugeschnitten und als Stoff gespeichert ist, die Stoffe der Blöcke jedoch ‚willy-nilly‘ (schnell, zufällig) um nicht zu sagen unsorgfältig, gewählt sind.
Für mich reicht das in diesem Fall. Ich habe genügend Stoffe, die die Farben des Panels aufgreifen, und die Randblöcke werden scrappy, die Farbwahl entsteht spontan beim Nähen. Ich brauche nur die Schablonen fürs Nähen auf Papier drucken und los geht’s. Wobei es da an einer Stelle noch etwas Feinarbeit braucht, könnt ihr das sehen? Dazu mehr in einem späteren Blog-Beitrag.

Ohne großen Aufwand lässt sich das Sketchbook aber mit einer viel größeren Stoffauswahl in den gewünschten Farben füllen. Diese Funktion ist nicht so bekannt, deshalb zeige ich sie Euch hier.

Als Beispiel habe ich den gelbgekringelten Stoff aus der Basispalette gewählt. In der Stoffbibliothek klickt ihr den Stoff an. Dann klickt ihr <Search> – <by Color> . Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem Euer Stoff als Auswahl erscheint. In dem kleinen Drop-down Feld darunter könnt ihr die Farbe noch ändern. Wenn ihr noch weitere Stoffbibliotheken als Ergänzung habt, könnt ihr diese für die Suche ebenfalls auswählen, was sinnvoll ist. Als letztes gebt ihr an, wieviel Stoffe gefunden werden sollen.
Dann drückt ihr auf ‚Search‘ , die Suche beginnt und zeigt Euch als nächstes an, wieviel Stoffe gefunden wurden. Der Klick auf ‚ok‘ zeigt Euch alle Stoffe in der Übersicht. Nun könnt ihr entweder einzelne Stoffe selektieren oder mit ’select all Fabrics‘ und ‚add to Sketchbook‘ alle zusammen übernehmen.
Und fertig. Das ging doch schnell, oder?
Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße, Eure Doro.

BOO!

bald ist Halloween!
wie bei allen -traditionellen oder adaptierten- Festen und Ereignissen nervt mich zwar der frühe Beginn der Dekorationen in Vorgärten und Fenstern, aber gegen Crossinfektionen bin ich auch nicht immun.
In EQ8 spiele ich immer mal wieder mit Tessilationen, je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr Möglichkeiten findet man, sie zu erstellen. Das ist ja das Tolle bei EQ8!
Passend zum Halloween sind bei mir gestern lauter kleine Geister aufgetaucht, die aber so lieb tanzen und niemanden erschrecken wollen.

Was kostet ein Quilt?

dieser Frage hat sich Nico Laudenberg ausführlich auf ihrem schönen Blog ‚bug & be‘ gewidmet. Der Artikel ist absolut lesenswert, ich kann ihn nur empfehlen – und nicht nur ihn, die ganze Webseite ist spannend und informativ. Als Expat in den USA schaut Nico mit einem besonderen Blick auf die (amerikanische) Quiltwelt. Bitte besucht sie!

Passacaglia nach Willyne Hammerstein, 2020. Bild dient der Aufmerksamkeit.

Befreiungshalle Kelheim

ich war noch nie in Kelheim, aber jemand von der Patchworkgilde war. Das Bild von dem Marmorfussboden in der Befreiungshalle MUSSTE natürlich in Patchwork umgesetzt werden. Genäht auf Papier liesse sich dieser Quilt sogar recht einfach umsetzen, wobei ich auf jeden Fall die Methode des ‚rippless paper piecings‘ bevorzugen würde.

Kelheim – Interpretation eines Fussbodenmusters aus der Befreiungshalle

der folgende Entwurf ist näher am Original, der ließe sich per Hand über EPP Schablonen gut nähen.

Baby Blocks

in der Master-Class bei Kari Schell bekommen wir jeden Monat eine Aufgabe, die wir in einem Quilt umsetzen sollen. Natürlich müssen wir nicht, aber so oft es geht nehme ich die Herausforderung an, und es macht ja auch Freude, wenn man seinen Entwurf dann auf Kari’s Webseite entdeckt.
Im Juni hieß die Aufgabe, einen Quilt mit ‚Baby Blocks‘ zu entwerfen.
Ich finde die optischen Illusionen bei diesen Quilt frappierend. In einem Moment sieht man Würfel, im nächsten einen Stern, dann ist der wieder weg….
Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Buch ‚Tessilation-Quilts entwerfen‘ von Jinny Beyer, und habe mich von einem Quilt aus dem Buch zu meinem Entwurf inspirieren lassen. (Original ‚Kaye-Oss‘ von Kay Rhodes)


EQ8 Spezialitäten

ein neues Kursformat

es gibt etwas Neues beim Textilmosaik!
Die individuellen Einzelstunden mit meinen Schülerinnen (bislang kein Grund zum Gendern) machen uns sehr viel Freude, und die möchte ich auch unbedingt beibehalten.
Nun gibt es aber Themen, die einerseits so speziell sind, dass kaum jemand ‚von selbst‘ auf die Idee kommt, mich danach zu fragen. Andererseits sind diese Themen als Lektion aufbereitet recht kurz, und manchmal auch einfach, so dass sie sich in den Rahmen des Einzelunterrichtes nicht gut einfügen lassen.

Deshalb habe ich dafür das Kursformat EQ8 Spezialitäten entwickelt.
Diese Kurse unterrichte ich in Kleingruppen zu max. 4 Personen, mit genügend Zeit, die Schritte direkt im Kursus nachzuvollziehen, und die Ergebnisse zu besprechen. Ein Kurs dauert in der Regel so 1,5 bis 2 Stunden.

Der erste Kurs dieser Art behandelt das spannende Thema Tessilationen. Auf Basis dieser Methode lassen sich dann Quilts gestalten, die sich nicht mehr streng am Blocklayout orientieren, aber den Aufbau der klassischen Blöcke nicht unbedingt aufgeben müssen.
Näheres zu diesem Kurs findet ihr hier

ein Puzzleteil ist ein gutes Beispiel für eine Tessilation

Als weitere Themen sind das Thema ‚Bargello‘ sowie ein ‚etwas anderer‘ Anfängerkurs geplant. Lasst Euch überraschen!

We’ve come a long way, Baby

Electric Quilt hat letztes Jahr seinen 30. Geburtstag gefeiert!
schaut Euch doch mal das Video in diesem Artikel an – es zeigt Penny McMorris in einer Quilt TV Sendung, in der sie das Programm das erste Mal vorstellt. Aufgrund der riesigen Resonanz wurde dann das Unternehmen Electric Quilt Company gegründet.
Tatsächlich saß Pennys Mann Dean Neumann, der Entwickler der Software während der Präsentation unter dem Tisch und bediente das Programm, weil es so neu war, dass außer ihm es noch keiner handhaben konnte.

Maker unknown

maker unknown – unbekannte*r Künstler*in; ist das nicht traurig, wenn wenig oder nichts über die Provenienz eines Quiltes bekannt ist?

dieser schöne Log Cabin Quilt ist irgendwann zwischen 1850 – 1875 entstanden und dokumentiert im amerikanischen Quilt Index .

die Besitzerin hat ihn für wenig Geld in einem Trödelladen gekauft. Wenigstens ist er durch den Quilt Index jetzt dokumentiert, aber wäre es nicht schön, etwas über die Quilterin und ihr Leben, die Umstände, in dem der Quilt entstanden ist, zu wissen?
Es wird immer wieder gepredigt, und wir alle wissen es – zumindest ein Label sollte jeder Quilt bekommen.
Ich mache das eigentlich – aber es ist auch schon vorgekommen, dass ich zu manchen Zeiten weder mich noch den Quilt wichtig genug genommen habe, um ein Label anzubringen.
Das passiert meist bei Quilts, die ich ‚einfach nur‘ nach Anleitung nachgearbeitet habe. Vielleicht wird es aber eines Tages eine Urgroßkind oder Urgroßnichte geben, die einen Quilt erben, den sie wunderschön finden und bei dem die Geschichte dahinter verloren gegangen ist.
Wünschen wir uns nicht auch manchmal, man hätte aufgeschrieben, was unsere älteren Verwandten von früher erzählt haben?

kurzer Sinn der langen Rede – angeregt durch die zahlreichen Unternehmungen zur Quiltdokumentation in den USA habe ich ein kleines Quilt-Dokumentationsblatt entwickelt, welches ich kürzlich noch einmal überarbeitet habe. Dort kann ich die wichtigsten Informationen zu einem Quilt notieren, im Idealfall noch ein Foto machen und einige Stoffe dazulegen.

Wer das auch tun möchte, darf sich gerne hier die Vorlage herunterladen.

liebe Grüße in den Tag, Doro

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