We’ve come a long way, Baby

Electric Quilt hat letztes Jahr seinen 30. Geburtstag gefeiert!
schaut Euch doch mal das Video in diesem Artikel an – es zeigt Penny McMorris in einer Quilt TV Sendung, in der sie das Programm das erste Mal vorstellt. Aufgrund der riesigen Resonanz wurde dann das Unternehmen Electric Quilt Company gegründet.
Tatsächlich saß Pennys Mann Dean Neumann, der Entwickler der Software während der Präsentation unter dem Tisch und bediente das Programm, weil es so neu war, dass außer ihm es noch keiner handhaben konnte.

Maker unknown

maker unknown – unbekannte*r Künstler*in; ist das nicht traurig, wenn wenig oder nichts über die Provenienz eines Quiltes bekannt ist?

dieser schöne Log Cabin Quilt ist irgendwann zwischen 1850 – 1875 entstanden und dokumentiert im amerikanischen Quilt Index .

die Besitzerin hat ihn für wenig Geld in einem Trödelladen gekauft. Wenigstens ist er durch den Quilt Index jetzt dokumentiert, aber wäre es nicht schön, etwas über die Quilterin und ihr Leben, die Umstände, in dem der Quilt entstanden ist, zu wissen?
Es wird immer wieder gepredigt, und wir alle wissen es – zumindest ein Label sollte jeder Quilt bekommen.
Ich mache das eigentlich – aber es ist auch schon vorgekommen, dass ich zu manchen Zeiten weder mich noch den Quilt wichtig genug genommen habe, um ein Label anzubringen.
Das passiert meist bei Quilts, die ich ‚einfach nur‘ nach Anleitung nachgearbeitet habe. Vielleicht wird es aber eines Tages eine Urgroßkind oder Urgroßnichte geben, die einen Quilt erben, den sie wunderschön finden und bei dem die Geschichte dahinter verloren gegangen ist.
Wünschen wir uns nicht auch manchmal, man hätte aufgeschrieben, was unsere älteren Verwandten von früher erzählt haben?

kurzer Sinn der langen Rede – angeregt durch die zahlreichen Unternehmungen zur Quiltdokumentation in den USA habe ich ein kleines Quilt-Dokumentationsblatt entwickelt, welches ich kürzlich noch einmal überarbeitet habe. Dort kann ich die wichtigsten Informationen zu einem Quilt notieren, im Idealfall noch ein Foto machen und einige Stoffe dazulegen.

Wer das auch tun möchte, darf sich gerne hier die Vorlage herunterladen.

liebe Grüße in den Tag, Doro

Handquilten

diesen Quilt habe ich 2019 entworfen und genäht, weil ich gerne wieder etwas mit der Hand quilten wollte. Daher hat der Quilt große ungepatchte Flächen, auf denen sich gut Muster quilten lassen.

Die Quiltmuster habe ich in EQ8 gezeichnet, teilweise abgewandelte Muster aus der Bibliothek, teilweise selbst entworfen. Dieses hier ist einer schmiedeeisernen Tür aus dem Jugendstil nachempfunden.

Aus EQ8 heraus lässt sich die Größe der Stencils ja der tatsächlichen Blockgröße anpassen. Die Fläche für dieses Muster ist 6.25×18.75 inch groß, ein Stencil in der Größe 6.25×6.25 passt also drei mal nebeneinander. Das könnte man so nicht kaufen.
Hergestellt habe ich das Stencil gewissermaßen analog und mit Bordmitteln. Das Motiv ausgedruckt, auf Stencilplastik übertragen und mit einem Hobby-Lötkolben ausgebrannt. Wunderschön ist es nicht geworden, aber es erfüllt seinen Zweck.
Schwierigkeiten hatte ich jedoch, das Muster auf das Top zu übertragen. Auf den gemusterten Stoffen waren meine Striche kaum zu sehen, und ich brauche gut sichtbare Linien!
Gelöst habe ich das Problem dann etwas brachial mit Gelmarkern in Silbern und Gold. Die sind so sichtbar, man sieht sie sogar auf dem Foto. Nach dem Quilten sind sie dann von selbst fast verschwunden, der Rest lässt sich ausreiben.



FREE Summertime EQ8 Challenge mit Kari Schell

Kari Schell, bei der ich ja seit 2018 Unterricht nehme, denkt sich von Zeit zu Zeit kostenlose Kurse für alle aus.
Jetzt aktuell ist es wieder soweit, zur Zeit läuft die

‚Free Summertime EQ8 Challenge‘

ich kann da für unsere Master Class TeilnehmerInnen sprechen, auch im 5. Jahr mit Kari schafft sie es immer wieder, dass auch wir ‚Profis‘ wieder etwas neues lernen.
Ich kann also nur empfehlen, sich dafür anzumelden! Auch wenn man es vielleicht – oder bestimmt? – nicht täglich schafft, die Blöcke zu zeichnen, so stehen die Dateien noch für eine gewisse Zeit zur Verfügung. Wer bei den TechKnowQuiltern dabei ist, bekommt einen unbegrenzten Link.

Liebe Grüße, Doro

Binding nach Susan Cleveland

Susan Cleveland ist vor allem durch ihre modernen Interpretationen des ‚Dresden Plate‘ bekannt. Und durch ihre ansteckende Fröhlichkeit.
Vor einiger Zeit habe ich einen Tipp von ihr gelesen, den ich bei meinem neuen Quilt jetzt ausprobiert habe:

-Üblicherweise schneiden wir nach dem Quilten ja die Ränder des Quilts sauber ab.

-Nun habe ich nicht abgeschnitten, sondern am Lineal entlang eine gerade Linie gezogen.

-An dieser Linie wird das Binding nun angelegt und genäht.

-Erst nachdem das Binding angenäht und geschlossen ist, wird begradigt, der Rand des Bindings dient dabei als Anhalt.

Diese Methode hat mich wirklich überzeugt und ich werde es künftig immer so machen!

  • Der Quilt zieht weniger nach links.
  • Man erfasst den Stoff des Randes komplett und dieser liegt flacher. Das Batting ist hier aus Bambus, bei einem voluminöserem Batting ist der Effekt sicher noch viel deutlicher.
  • Man durchschneidet die Quiltlinien erst, wenn das Binding angenäht ist und es trennen sich keine Stiche auf.
  • Der Rand ist sauber gefüllt mit den 3 Lagen des Quilts sowie den Nahtzugaben des Bindings.

Puzzle Quilt und andere Tessilationen

Mit Kari Schell haben wir im Mai präzise gezeichnete Grundformen als Applikationen geübt. Ich habe mich an Tessilationen, also Kachelungen versucht. Als Kachelungen werden Muster bezeichnet, die ohne Lücken ineinander passen. Ein klassisches Patchworkmotiv ist beispielsweise das Clamshell-Muster.

Bei diesem Muster denke ich immer ‚altmodisch‘, deshalb habe ich für diesen Entwurf kleine Blumenmuster aus der EQ8 Bibliothek ausgewählt.

Wenn man, wie ich, kein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat, ist das Zeichnen von Tessilationen nicht so leicht, obwohl das Prinzip eigentlich einfach ist. Was man an einer Seite wegnimmt, muss an der gegenüberliegenden wieder angefügt werden. Oder so.

Gut gefällt mir mein Puzzle Quilt. Der Vorteil bei Applikationen ist, dass wir nicht an ein Blockformat gebunden sind sondern frei spielen können.


Für die Landschaft habe ich ein eigenes Foto importiert und dann als Stoff hinzugefügt. In den Fabric Tools zeigt EQ8 immer die linke obere Ecke des Stoffes an, was bei großen Mustern oder Panels irritieren kann. In diesem Fall sah ich zunächst nur Hellblau – mittels FussyCutting werden die Stoffe dann passend hin und hergeschoben.

Pink overload

rosa, rosa, Lieblingsfarbe rosa!
Wir haben Gäste aus der Ukraine. In unser kleines Gästeappartement ist eine Mutti mit 13 jähriger Tochter eingezogen. Beide habe ich gleich in mein Herz geschlossen, die Verständigung klappt ganz gut auf englisch. Das junge Mädchen geht hier noch nicht zur Schule, hat aber durchgehend online Unterricht, so wie es zu Hause wegen Corona auch schon seit längerem so war. Alle Schulbücher hat sie digital auf ihrem kleinen Tablet. Viele Länder sind Deutschland mit der Digitalisierung in den Schulen wirklich weit voraus.

Die Lieblingsfarbe des Mädchens ist (natürlich) rosa, und ich nähe ihr als Willkommensgeschenk einen Kuschelquilt in Rosatönen.
Damit es ein Willkommens- und kein Abschiedsgeschenk wird, soll es zügig gehen – ein weiterer Grund, weshalb ich EQ8 so liebe. Ein einfaches Layout zur Übersicht kann in wenigen Minuten erstellt werden. Hier mein Entwurf mit einem Herzblock aus der Bibliothek und einem Layout durch die Symmetriefunktion. Die Breite der Zwischenstreifen und des Randes einfach mit Augenmaß. Der Block lässt sich mit PaperPiecing in einem Stück nähen, er hat die Größe von 7.75 inch. Warum so eine komische Größe? Ganz pragmatisch – so passt die Vorlage auf eine Seite meines Freezer Papers. Ich nähe mit der Methode ‚Paper Piecing ohne Reissen‘, also nicht nähen durch das Papier, sondern neben dem Papier. Eine sehr gute Anleitung dieser Methode findet Ihr hier.

Hearts for Nica – Entwurf in EQ8

Herzen für die Ukraine

Mir fehlen die Worte, um meine Gedanken und Gefühle angesichts des Krieges in der Ukraine angemessen auszudrücken.

Außer Geld zu spenden , schaue ich aufmerksam, welche realen Hilfsaktionen es in meinem Bundesland gibt und werde mich aktiv beteiligen, sobald es da Aktionen gibt.
Aktiv beteiligen können wir Quilter*Innen uns auch an der Aktion von Claudia Pfeil. Patchworkblöcke in der Größe 8,5×8,5“ nähen und an Claudia schicken!

Bei Kari Schell arbeiten wir ja noch an dem zweiten Teil der Februar-Challenge. Alle, die einen Block eingereicht haben, bekamen von ihr eine EQ8 Datei mit allen Blöcken.
Es ging jetzt darum, mit diesen Blöcken einen Quilt zu entwerfen. Eigentlich ja nicht überraschend, oder?
Für meinen Quilt habe ich mir vorgestellt, dass wir alle an einem Herz-Swap teilgenommen haben und bei mir nun viele dicke Briefe aus vielen Teilen der Welt eingetroffen sind. Bei einem Swap ist es ja Ehrensache, alle Blöcke im Quilt zu verarbeiten. Seit langem steht das Buch ‚Smashing Sets‘ von Margaret Miller in meinem Schrank und ich habe mich von den tollen Ideen inspirieren lassen.

Aus aktuellem Anlass ist der Hintergrund gelb/blau in den Landesfarben der Ukraine.

ein Quilt mit Herzen und den Landesfarben der Ukraine
Herzen für die Ukraine


Ein Herz zum Valentinstag

In der Master Class von Kari Schell gibt es jeden Monat eine Challenge. In diesem Monat ist sie 2-teilig. Aufgabe Nummero Eins war es, einen Herzblock zu entwerfen.
Die Datei mit dem Block sollten wir an Kari schicken, und demnächst erfahren wir dann, was Teil Zwei der Aufgabe ist.

Ich habe einen Block in der Paper Piecing Technik entworfen. Er hat viele Facetten, die in unterschiedlichen Winkeln über das Herz laufen. Ob man einen Edelstein so schleifen könnte?

das Bild eines Herzens
Julies Herz – ein Block in Paper Piecing Technik

Ich habe die Vorlagen für einen Block 9×9 inches in einer Datei zusammengefasst, ihr könnt ihn Euch hier herunterladen.
ich wünsche Euch einen romantischen Valentinstag!