Handquilten

diesen Quilt habe ich 2019 entworfen und genäht, weil ich gerne wieder etwas mit der Hand quilten wollte. Daher hat der Quilt große ungepatchte Flächen, auf denen sich gut Muster quilten lassen.

Die Quiltmuster habe ich in EQ8 gezeichnet, teilweise abgewandelte Muster aus der Bibliothek, teilweise selbst entworfen. Dieses hier ist einer schmiedeeisernen Tür aus dem Jugendstil nachempfunden.

Aus EQ8 heraus lässt sich die Größe der Stencils ja der tatsächlichen Blockgröße anpassen. Die Fläche für dieses Muster ist 6.25×18.75 inch groß, ein Stencil in der Größe 6.25×6.25 passt also drei mal nebeneinander. Das könnte man so nicht kaufen.
Hergestellt habe ich das Stencil gewissermaßen analog und mit Bordmitteln. Das Motiv ausgedruckt, auf Stencilplastik übertragen und mit einem Hobby-Lötkolben ausgebrannt. Wunderschön ist es nicht geworden, aber es erfüllt seinen Zweck.
Schwierigkeiten hatte ich jedoch, das Muster auf das Top zu übertragen. Auf den gemusterten Stoffen waren meine Striche kaum zu sehen, und ich brauche gut sichtbare Linien!
Gelöst habe ich das Problem dann etwas brachial mit Gelmarkern in Silbern und Gold. Die sind so sichtbar, man sieht sie sogar auf dem Foto. Nach dem Quilten sind sie dann von selbst fast verschwunden, der Rest lässt sich ausreiben.



FREE Summertime EQ8 Challenge mit Kari Schell

Kari Schell, bei der ich ja seit 2018 Unterricht nehme, denkt sich von Zeit zu Zeit kostenlose Kurse für alle aus.
Jetzt aktuell ist es wieder soweit, zur Zeit läuft die

‚Free Summertime EQ8 Challenge‘

ich kann da für unsere Master Class TeilnehmerInnen sprechen, auch im 5. Jahr mit Kari schafft sie es immer wieder, dass auch wir ‚Profis‘ wieder etwas neues lernen.
Ich kann also nur empfehlen, sich dafür anzumelden! Auch wenn man es vielleicht – oder bestimmt? – nicht täglich schafft, die Blöcke zu zeichnen, so stehen die Dateien noch für eine gewisse Zeit zur Verfügung. Wer bei den TechKnowQuiltern dabei ist, bekommt einen unbegrenzten Link.

Liebe Grüße, Doro

Binding nach Susan Cleveland

Susan Cleveland ist vor allem durch ihre modernen Interpretationen des ‚Dresden Plate‘ bekannt. Und durch ihre ansteckende Fröhlichkeit.
Vor einiger Zeit habe ich einen Tipp von ihr gelesen, den ich bei meinem neuen Quilt jetzt ausprobiert habe:

-Üblicherweise schneiden wir nach dem Quilten ja die Ränder des Quilts sauber ab.

-Nun habe ich nicht abgeschnitten, sondern am Lineal entlang eine gerade Linie gezogen.

-An dieser Linie wird das Binding nun angelegt und genäht.

-Erst nachdem das Binding angenäht und geschlossen ist, wird begradigt, der Rand des Bindings dient dabei als Anhalt.

Diese Methode hat mich wirklich überzeugt und ich werde es künftig immer so machen!

  • Der Quilt zieht weniger nach links.
  • Man erfasst den Stoff des Randes komplett und dieser liegt flacher. Das Batting ist hier aus Bambus, bei einem voluminöserem Batting ist der Effekt sicher noch viel deutlicher.
  • Man durchschneidet die Quiltlinien erst, wenn das Binding angenäht ist und es trennen sich keine Stiche auf.
  • Der Rand ist sauber gefüllt mit den 3 Lagen des Quilts sowie den Nahtzugaben des Bindings.

Puzzle Quilt und andere Tessilationen

Mit Kari Schell haben wir im Mai präzise gezeichnete Grundformen als Applikationen geübt. Ich habe mich an Tessilationen, also Kachelungen versucht. Als Kachelungen werden Muster bezeichnet, die ohne Lücken ineinander passen. Ein klassisches Patchworkmotiv ist beispielsweise das Clamshell-Muster.

Bei diesem Muster denke ich immer ‚altmodisch‘, deshalb habe ich für diesen Entwurf kleine Blumenmuster aus der EQ8 Bibliothek ausgewählt.

Wenn man, wie ich, kein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat, ist das Zeichnen von Tessilationen nicht so leicht, obwohl das Prinzip eigentlich einfach ist. Was man an einer Seite wegnimmt, muss an der gegenüberliegenden wieder angefügt werden. Oder so.

Gut gefällt mir mein Puzzle Quilt. Der Vorteil bei Applikationen ist, dass wir nicht an ein Blockformat gebunden sind sondern frei spielen können.


Für die Landschaft habe ich ein eigenes Foto importiert und dann als Stoff hinzugefügt. In den Fabric Tools zeigt EQ8 immer die linke obere Ecke des Stoffes an, was bei großen Mustern oder Panels irritieren kann. In diesem Fall sah ich zunächst nur Hellblau – mittels FussyCutting werden die Stoffe dann passend hin und hergeschoben.

Pink overload

rosa, rosa, Lieblingsfarbe rosa!
Wir haben Gäste aus der Ukraine. In unser kleines Gästeappartement ist eine Mutti mit 13 jähriger Tochter eingezogen. Beide habe ich gleich in mein Herz geschlossen, die Verständigung klappt ganz gut auf englisch. Das junge Mädchen geht hier noch nicht zur Schule, hat aber durchgehend online Unterricht, so wie es zu Hause wegen Corona auch schon seit längerem so war. Alle Schulbücher hat sie digital auf ihrem kleinen Tablet. Viele Länder sind Deutschland mit der Digitalisierung in den Schulen wirklich weit voraus.

Die Lieblingsfarbe des Mädchens ist (natürlich) rosa, und ich nähe ihr als Willkommensgeschenk einen Kuschelquilt in Rosatönen.
Damit es ein Willkommens- und kein Abschiedsgeschenk wird, soll es zügig gehen – ein weiterer Grund, weshalb ich EQ8 so liebe. Ein einfaches Layout zur Übersicht kann in wenigen Minuten erstellt werden. Hier mein Entwurf mit einem Herzblock aus der Bibliothek und einem Layout durch die Symmetriefunktion. Die Breite der Zwischenstreifen und des Randes einfach mit Augenmaß. Der Block lässt sich mit PaperPiecing in einem Stück nähen, er hat die Größe von 7.75 inch. Warum so eine komische Größe? Ganz pragmatisch – so passt die Vorlage auf eine Seite meines Freezer Papers. Ich nähe mit der Methode ‚Paper Piecing ohne Reissen‘, also nicht nähen durch das Papier, sondern neben dem Papier. Eine sehr gute Anleitung dieser Methode findet Ihr hier.

Hearts for Nica – Entwurf in EQ8

Herzen für die Ukraine

Mir fehlen die Worte, um meine Gedanken und Gefühle angesichts des Krieges in der Ukraine angemessen auszudrücken.

Außer Geld zu spenden , schaue ich aufmerksam, welche realen Hilfsaktionen es in meinem Bundesland gibt und werde mich aktiv beteiligen, sobald es da Aktionen gibt.
Aktiv beteiligen können wir Quilter*Innen uns auch an der Aktion von Claudia Pfeil. Patchworkblöcke in der Größe 8,5×8,5“ nähen und an Claudia schicken!

Bei Kari Schell arbeiten wir ja noch an dem zweiten Teil der Februar-Challenge. Alle, die einen Block eingereicht haben, bekamen von ihr eine EQ8 Datei mit allen Blöcken.
Es ging jetzt darum, mit diesen Blöcken einen Quilt zu entwerfen. Eigentlich ja nicht überraschend, oder?
Für meinen Quilt habe ich mir vorgestellt, dass wir alle an einem Herz-Swap teilgenommen haben und bei mir nun viele dicke Briefe aus vielen Teilen der Welt eingetroffen sind. Bei einem Swap ist es ja Ehrensache, alle Blöcke im Quilt zu verarbeiten. Seit langem steht das Buch ‚Smashing Sets‘ von Margaret Miller in meinem Schrank und ich habe mich von den tollen Ideen inspirieren lassen.

Aus aktuellem Anlass ist der Hintergrund gelb/blau in den Landesfarben der Ukraine.

ein Quilt mit Herzen und den Landesfarben der Ukraine
Herzen für die Ukraine


Ein Herz zum Valentinstag

In der Master Class von Kari Schell gibt es jeden Monat eine Challenge. In diesem Monat ist sie 2-teilig. Aufgabe Nummero Eins war es, einen Herzblock zu entwerfen.
Die Datei mit dem Block sollten wir an Kari schicken, und demnächst erfahren wir dann, was Teil Zwei der Aufgabe ist.

Ich habe einen Block in der Paper Piecing Technik entworfen. Er hat viele Facetten, die in unterschiedlichen Winkeln über das Herz laufen. Ob man einen Edelstein so schleifen könnte?

das Bild eines Herzens
Julies Herz – ein Block in Paper Piecing Technik

Ich habe die Vorlagen für einen Block 9×9 inches in einer Datei zusammengefasst, ihr könnt ihn Euch hier herunterladen.
ich wünsche Euch einen romantischen Valentinstag!

Frage: Was kann mein Mann, was ich nicht kann….?

naja, außer dem offensichtlichen natürlich, wie Steuererklärungen, Auto reparieren, Nägel einschlagen, Spinnen fangen?*

Antwort: eine Zeichnung richtig skaliert ausdrucken!

Ich habe einen eigenen Drucker, durch den ich ohne Bedenken so Sachen wie Freezer Paper, Stoff, Applikationsvliese, Steam-a-Seam etc. jagen kann.
Gestern Abend hatte er leider die Zusammenarbeit mit mir zunächst eingestellt. (Hinweis an mich selbst: Tintenfüllstände nicht dauerhaft ignorieren.)
Jedenfalls, zum Ausdrucken einer Paper Piecing Vorlage nahm ich Zuflucht zum Drucker meines Mannes. Gut, dass ich nachgemessen habe: die Größe stimmte nicht! auf 9 inches verlor meine Zeichnung 3/18 inch. Das ganze hatte System, ein Test mit 6 inches ergab eine Differenz von 2/18 inch.
Mein lieber geduldiger Mann wurde in die Versuchsreihe mit einbezogen, von seinem PC aus waren die Drucke korrekt. Andere Programme, andere Zeichnungen ausprobiert, direkt gedruckt, als .pdf gedruckt, die Skalierung wieder und wieder kontrolliert…. immer das gleiche Ergebnis.
Als es auf Mitternacht zuging, haben wir die Versuche abgebrochen. Manches Problem löst sich ja auch über Nacht von selbst.
Heute, Sonntag Vormittag: die Versuchsreihe wieder aufgenommen, gedruckt, nachgemessen….im wesentlichen änderte sich nichts außer daß zwischendurch meine Zeichnungen nicht kleiner, sondern größer wurden. Argh!
Irgendwann fiel uns dann auf, dass mein Mann sehr viel mehr Optionen bei den Druckeinstellungen hat als ich. Wo sich bei mir nur ein schmales Fensterchen auftat, hatte er ein langes PullDown Menü voller Möglichkeiten.

Wer von Euch mehr computeraffin ist als ich, ahnt es sicher schon und ruft mir zu: Doro, guck‘ mal auf den Druckertreiber!
Ich kann mich nicht dran erinnern, diesen Drucker überhaupt eingerichtet zu haben. ‚Irgendwie‘ war der die ganze Zeit und von Anfang an da. Meinen eigenen Drucker habe ich kürzlich installiert, daran erinnere ich mich genau.
Ein neuer frischer Druckertreiber löste jedenfalls das Problem. Ganz verstanden hab‘ ich es zwar nicht, aber da steig ich jetzt nicht tiefer ein.

Draußen ist schönes Wetter – wir schnappen uns den Hund und gehen raus!

Fischteiche in der Lewitz

*in solchen Fällen pflege ich zu sagen „dafür kann ich sehr gut nähen“

Vögel – frei nach Jujol

Der spanische Architekt Josep Jujol war mir kein Begriff, obwohl er sehr schöne Bauwerke entworfen hat. Manches erinnert mich an Hundertwasser, mit etwas Zuckerguss. Allerdings habe ich in einem Buch mit freien Grafik-Vorlagen Umrisszeichnungen von 3 Vögeln entdeckt, die ich als Applikationen verwenden wollte.

Die Zeichnungen waren lediglich dünne Umrisszeichnungen. Das Nachzeichnen als Applikation war nicht schwierig, aber ich wollte ja keine dicken schwarzen Rabenkrähen auf meinem Quilt!
Meine Versuche, aus den dünnen Linien einen etwas breiteren Umriss zu gestalten, waren auch nicht so erfolgreich. Plump und merkwürdig sahen die aus. Zudem sollen meine Applikationen etwa die Größe 30×40 cm haben, das wäre schwierig geworden sie auszudrucken, auszuschneiden und aufzubügeln.

Also war das erstmal keine Option, aber der Hinterkopf arbeitete weiter an dem Problem, und fand dann auch die Lösung: der ‚Brushstroke‘ – also der Pinselstrich!
Sehr leicht und frei bin ich mit meinem ‚Pinsel‘ den Konturen der Vögel gefolgt, wobei jeder Vogel separat als Motiv gezeichnet wurde. Dadurch lassen sie sich auf der Quiltoberfläche beliebig anordnen und drehen.
Jetzt tanzen sie wie eine Kalligraphie über den Hintergrund.
Im vergangen Jahr hatte Claudia Pfeil eine klasse Mitnähaktion bei Facebook, ‚pfearless‘ haben wir ein buntes Top mit vielen Kreisen genäht. Das wird der Hintergrund für meine Vögel.

Quilt TOP nach Claudia Pfeil

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